20. März 2026

Schlammvermessung in Störfallbecken entlang der A13

Im Rheintal entlang der A13 betreibt das ASTRA mehrere Störfallbecken. Diese Anlagen dienen dem Rückhalt von potenziellem Havariegut aus dem Strassenverkehr (z. B. Öl- oder Benzinleckagen) sowie der Grobreinigung des Strassenabwassers durch gravitäre Abtrennung von Grobpartikeln und den Rückhalt von Schwimmstoffen.

Die ilu AG erhielt den Auftrag, die Mächtigkeiten dieser Schlammablagerungen in mehreren Becken systematisch zu erfassen. Ziel der Arbeiten ist es, eine fundierte Grundlage für die Beurteilung der Anlagen sowie für anstehende Sanierungsmassnahmen zu schaffen. Denn: Der anfallende Schlamm muss kostenintensiv entsorgt werden. Entsprechend wichtig ist es zu wissen, wie viel Material sich tatsächlich in den Becken angesammelt hat und wie er verteilt ist.

 

Präzise Messungen im Feld

Die Vermessung erfolgte mittels GPS direkt vor Ort in den Becken. Dabei wurden systematisch Messprofile aufgenommen, um die Schlammschicht und deren Mächtigkeit möglichst flächendeckend zu erfassen. Bevor die Messungen beginnen konnten, mussten Geräte und Werkzeuge vorbereitet, aufgebaut und fachgerecht eingerichtet werden. Anschliessend wurden die Becken Schritt für Schritt begangen und vermessen – eine Tätigkeit, die viel körperlichen Einsatz erfordert und teilweise auch unter anspruchsvollen Bedingungen stattfindet.

 

Teamarbeit, die funktioniert

Die Arbeiten wurden jeweils von einem eingespielten Zweierteam durchgeführt. Gerade bei solchen Einsätzen zeigt sich, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit ist: Während eine Person die Messungen durchführt und sich im Becken bewegt, sorgt die andere Person für Orientierung, die Dokumentation und die Unterstützung beim Handling der Geräte. Auch wenn die Arbeit körperlich fordernd ist, macht sie gerade deshalb Spass: draussen unterwegs sein, gemeinsam Lösungen finden und direkt sichtbare Resultate erzielen.

 

Unterschiedliche Becken – unterschiedliche Schlammverteilung

Ein besonders interessanter Aspekt der Untersuchungen ist die deutliche Variabilität zwischen den Schlammvolumina einzelner Becken. Auch innerhalb eines einzelnen Beckens ist die Verteilung oft nicht gleichmässig: Strömungsverhältnisse und Einlaufbedingungen führen dazu, dass sich der Schlamm an bestimmten Stellen stärker ablagert. Genau solche Erkenntnisse sind entscheidend für die weitere Planung, weil sie zeigen, welche Anlagen gut funktionieren und wo Optimierungspotenzial besteht.

 

Auswertung und Nachbearbeitung

Nach den Feldarbeiten folgten im Büro die Auswertung und Nachbearbeitung der Messdaten. Die aufgenommenen Profile werden aufbereitet und im CAD ausgewertet, wodurch aussagekräftige und präzise im Becken verortete Querprofile der Schlammablagerungen entstehen.

Solche Projekte zeigen eindrücklich unsere Kompetenz, praktische Messkampagnen im Feld, von der Vorbereitung bis zur Auswertung, zuverlässig umzusetzen.