Wie wirkt eine geplante, grossräumige Geländeveränderung, lange bevor das detailliert ausgearbeitete Projekt mit CAD-basierten 3D-Modellen vorliegt?
Wir verbinden dafür GIS und generative KI. Ein vereinfachtes 3D-Modell liefert die räumliche Grundstruktur; ein Standortfoto, farbcodierte Flächen und Grössenreferenzen geben weitere Bildinhalte vor. Damit bringen wir mehr Kontrolle in die KI-Visualisierung und können mögliche Projektvarianten, Betriebszustände und Endgestaltungen schon in einer frühen Planungsphase anschaulich machen.
Ausgangspunkt sind ein digitales Terrainmodell, ein Standortfoto und die wichtigsten räumlichen Eckwerte. In QGIS modellieren wir die geplante Geländeveränderung vereinfacht und rekonstruieren Kamerastandort, Blickrichtung und Perspektive. Farbcodierte 3D-Flächen legen fest, wo Abbaubereiche, Böschungen, Erschliessungen, Schütt- oder Rekultivierungsflächen liegen sollen und zeigen den Schattenwurf im Relief. 3D-Objekte von LKWs und Baggern dienen als Grössenreferenz. Anschliessend werden Ausgangsfoto und das vereinfachte 3D-Modell mit den räumlichen Vorgaben kombiniert. Erst auf dieser kontrollierten Grundlage erzeugt die generative KI ein realitätsnahes Landschaftsbild.

Ist das Grundmodell aufgebaut, lassen sich unterschiedliche Perimeter, Betriebszustände, Endgestaltungen und Perspektiven mit überschaubarem Zusatzaufwand vergleichen. So entstehen anschauliche Diskussionsgrundlagen für Auftraggebende, Behörden, Gemeinden, Grundeigentümerschaften und weitere Beteiligte – auch wenn das Projekt auf diese Planungsstufe noch nicht bis ins Detail ausgearbeitet ist.
Die Bilder sind bewusst als Konzeptvisualisierungen zu verstehen. Sie zeigen einen plausiblen möglichen Zustand, kein exaktes Detailprojekt. Wo Geometrien, Vegetation oder betriebliche Details noch nicht definiert sind, interpretiert die KI. Deshalb passen wir den Detail- und Realitätsgrad stufengerecht dem Planungsstand an, kennzeichnen die Darstellungen entsprechend und setzen sie gezielt in frühen Planungs- und Variantenphasen und als Grundlage für stufengerechte Interessenabwägungen ein. Für Bewilligungsverfahren und belastbare Wirkungsbeurteilungen bleiben präzise, lagetreue, überprüfbare und reproduzierbare 3D-Renderings und Fotomontagen auf Basis ausgereifter CAD-Daten massgebend.
Unsere Stärke liegt in der Verbindung von Raumplanung, CAD, GIS, 3D-Modellierung, Fotografie und KI: Wir übersetzen komplexe räumliche Fragestellungen in Bilder, die Planungen nachvollziehbar und Diskussionen produktiver machen.
Das Thema begleitet uns schon länger: Michael Mächler befasste sich bereits seit 2013 in seiner Masterarbeit mit GIS-basierten 3D-Landschaftsvisualisierungen und ihrer Rolle in Planungsprozessen.
Ansprechperson: Michael Mächler, ilu AG