Zur Erhöhung des Geschiebetransports muss die Sohle des Fätschbachs abschnittsweise abgetieft werden. Dies könnte Auswirkungen auf angrenze Moorflächen haben.
Damit allfällige negative Veränderungen auf die Vegetation erkannt werden können, hat die ilu AG im Auftrag des Kantons Uri den aktuellen Zustand des Moors dokumentiert. Dazu wurde das Gebiet im Sommer 2025 detailliert pflanzensoziologisch kartiert. Weiter wurden fünf Dauerbeobachtungsflächen definiert und aufgenommen. Diese Aufnahmen sollen in Folgejahren reproduziert und ausgewertet werden, wodurch sich die Veränderung der Vegetation beurteilen lässt.
Die Resultate zeigten, dass das rund 12 ha grosse Untersuchungsgebiet ein wertvolles Mosaik aus überwiegend intakten Hoch- und Übergangsmooren, Seggenriedern und Feuchtwiesen aufweist. Besonders schützenswert sind die stark gefährdeten Hoch- und Übergangsmoore mit seltenen, spezialisierten Arten, während lokal Nährstoffeinträge und einzelne degenerierte Moorflächen Optimierungspotenzial zeigten.
Die geplante Absenkung des Fätschbachs kann in bachnahen Bereichen zu einer verstärkten Entwässerung führen, betrifft jedoch überwiegend artenärmere Bestände und eröffnet teilweise auch Entwicklungschancen.
Dank den Aufnahmen können bereits jetzt Optimierungen der bestehenden Bewirtschaftungsverträge vorgenommen werden. Im Rahmen des Monitorings werden die Auswirkungen der Bachabsenkung weiterhin überprüft.